History of Kleinkreuzer Heleni

Regattaergebnisse und Berichte

für den Regattaeinsatz modifizierte Anpassungen:
Kielbombe am Schwenkkiel mit ca. 200kg.
Gennaker- Teleskopbaum mit Gennaker ca.35 qm.

  Langstreckenregatta 15.08.2015:

Nun war es soweit, erste Regatta mit dem neuen Boot!
Einen Tag zuvor hatt sich die neue Crew getroffen, um das erste Mal überhaupt zusammen zu Segeln.
Für mich war es erst der 3. Tag unter Segeln mit der Twister, für die anderen Beiden das 1. Mal!
Cordi und Stefan überlegten nicht lange und waren sofort dabei- vielen Dank, der Skipper wird künftig
dafür sorgen, dass seine Crew mit Spass (und Verpflegung) bei der Stange bleibt.
Wir hatten tollen Wind (4-5) und gleich ordentlich Action bei unserer ersten Trainingsfahrt. Heleni schnurrte flott durch die
Wellen und kurzzeitig auch mal drüber hinweg. Der kleine Surf auf der Welle war kurz aber spektakulär.
Da freuten wir uns schon auf die Regatta am nächsten Tag.
Samstag 15.08.- Ragattatag. Der Wind quälte sich müde aus den Wolken und war nur noch ein Schatten des Vortages.
Eine laue 2- selten eine 3 und lokal auch nur eine 1...
Also den Außenborder am Boot gelassen und unter Motor Richtung Start marschiert. Gleich noch einen Clubkameraden ins Schlepptau genommen.
Auf halber Strecke muckt der Motor- das gibts doch nicht! Benzin überprüft, alles ok. Zuvor die ganze Überführung Kilometerlang getuckert, gestern noch An- und Ablegemanöver unter Motor- alles prima. Und nun sowas...
Nicht lange rumgemuckt, schnell die Segel hoch und den Rest bis zur Startlinie gesegelt. Das wird knapp, wir hatten zwar Schiebewind, aber davon eben nicht sehr viel.
Punktlandung! Gerade noch am Startschiff vorbei, kurzes Wendemanöver und schon kam der Startschuss unserer Gruppe. Das war natürlich alles ander als optimal, sind auch nur im hinteren Drittel unseres Feldes gestartet.
Aufgrund des schwachen Windes waren jedoch alle Boote dicht beisammen und somit noch nichts passiert.
Wir merkten schon frühzeitig, das die Standardfock für den Schwachwindkurs viel zu klein war. Leider ist meine Segelgarderobe noch nicht komplett und eine 140% Genua fehlte einfach. So ist das eben bei dem ersten Rennen,
nach dem Motto: lernen und optimieren.
Trotzdem lief es nicht so schlecht, je nach Winddreher waren mal die Einen und dann wieder die Anderen vorn.
Es war eine Regatta mit Windlotterie. Juchu und achherrje Momente wechselten im 15min Takt.


Das Rennen (wenn man es überhaut noch so nennen konnte) plätscherte so dahin. Die Sonne war etwas gnädig mit uns und verzog sich ab und zu hinter einer Wolke. Gegner überholten uns und wurden wieder überholt- man sah sich 2-3Mal wieder, je nach Winddreher. An der letzten Tonne dachten einige ans aufgeben, da das letzte Lüftchen ausgehaucht war.
Mein Motto war schon immer: never give up. Das Rennen ist erst bei Abbruch oder hinter der Zielline vorbei. Gott sei Dank waren meine Mitstreiter Cordi und Stefan noch bei guter Laune und reichten zur Frustbekämpfung Boulettenbrötchen und leckere Getränke.
Letztendlich war der Wind uns gnädig und wir schafften mit Anstand die Zieldurchfahrt. Platz 16 von 23- ohne Spi und nur
mit Standardbesegelung. Garnicht so schlecht für den Anfang, ich hatte schon schlimmeres befürchtet.
Ironie des Tages: keine 5min nach dem Ziel setzte der Wind ein. Ausläufer einer Gewitterzelle brachten uns eine kräftige Brise. Mit der ging dann herrlich die Post ab und wir sind mit 6-8Knoten Richtung Heimathafen geflogen.
Das war die erste ernsthafte Bewährungsprobe der Twister. Fazit: ab 3Bft. fängt Sie an zu laufen, da sind wir gut bei der Musik! Bei weniger ist man nur mit wesendlich mehr Tuch noch konkurrenzfähig. Die nächsten Regatten kommen erst 2016 und bis dahin gibt es noch einiges zu tun. Cordi und Stefan hatten Spass und bis zur nächsten Saison werden wir ein eingespieltes Team sein. Ick freu ma...

Freitagsregatta 06.05.2016

Erste Vereinsinterne Abendregatta auf dem Seddinsee. Die Heleni-Crew plus Gastsegler Michael fuhren schon etwas
eher raus, um den Gennaker zu testen. Der sollte zur Regatta erstmalig zum Einsatz kommen.
Das Manöver verlief ganz ordentlich, allerdings war der Windeinfall für den Regattakurs zu spitz und somit ungeeignet
für den Einsatz der gelben Blase. Schade...
Also wieder runter damit und ab zur Startlinie. Die war sehr kurz geraten und somit tummelten sich 13 teilnehmende
Boote dicht an dicht an der Startlinie. Wir waren etwas spät dran, kamen aber mit Schwung schnell auf, überfuhren
das Hauptfeld in Luv und waren kurz nach dem Start schon mal an 4. Stelle!
Dank schönem Segelwind ging es flott zum anderen Ende des See`s, bis Wendetonne Gosen. Konnten bis dahin zur allgemeinen Freude aller Beteiligten einige schneller einzuschätzende Boote mit deutlich niedrigerem Yardstick gut in Schach halten. Schnelles Wendemanöver und 4.Platz weiterhin gut verteidigt. Dann schlief langsam der Wind ein und
wurde schwächer. Jetzt hätte eine große Genua geholfen..
So kam es wie es kommen mußte, 3 Kontrahenten konnten sich bis zum Ziel noch an uns vorbeimogeln. Somit wurde
es der 7.Platz. Dank frischer hopfenhaltiger Durstlöscher und dem einen oder anderen kernigen Spruch Michaels
war es eine schöne Ausfahrt mit vertretbarem Ergebnis. Mit Gennaker wäre mehr drin gewesen, aber der Wind machte
uns leider einen Strich durch die Rechnung. Nächster Versuch am 03-05.06.  Niemeyer Cup!

Niemeyer Cup 2016

Vorm Betreten des Bootssteges ging der Blick prüfend in den Himmel. Wird es genügend Wind geben, um eine gute Regatta zu fahren? Ja es wird, aber gerade einmal so! 3Bft. waren vorhergesagt und der Wettergott schien sich daran zu halten. Einen Tag zuvor hatten wir noch fleißig die Gennakermanöver geübt und nun kam die erste echte Bewährungsprobe. Vorab konnte ich bei der Wettfahrtleitung noch den korrekten Yst.von 120 bestätigen lassen.
Somit hatten wir die Startnummer 1 und konnten die Regatta mit einem Teilnehmerfeld von 120 Booten von vorn beginnen! (Kanguruhstart)
Außer uns gab es noch einen weiteren Teilnehmer mit gleicher Startzeit. Das komplette Regattafeld tummelte sich rund um die Startlinie- ein Wunder das es keine Bootsberührungen gab! Daher unsere Taktik etwas defensiv- ich wollte zu Beginn der Wettfahrt nicht schon die erste Strafe riskieren. Dann kam der Startschuß und mit einigen Sekunden Verspätung ging es los Richtung Seddinsee. Unser Mitstreiter lag etwas vor uns, konnte aber recht flott eingeholt werden. Es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein das wir uns wiedertrafen..
Eingangs Seddinsee also als führendes Boot auf Kreuzkurs Richtung Gosener Tonne! Hier hatten wir prima Windverhältnisse und konnten uns mit guten Manövern bis ans andere Ende des See`s in der Spitzengruppe halten.


Da war die Welt noch in Ordnung.
Kurz vor der Wendetonne dann ein lauter Knall! Das Großsegel kam runter- Großfall gerissen!!
Das gibt es doch nicht, im ersten Augenblick entgleisten meine Gesichtszüge. Wir schauten ungläubig nach oben.
In diesem Moment dachten wir- das war`s, das Rennen ist für uns gelaufen.
Wie bekomme ich das Segel wieder hoch? Verzweifelt suchte ich nach einer Lösung, wollte einfach nicht akzeptieren
das dies schon alles war. Da kam die rettende Idee! "Lasst uns die Dirk als Ersatz nehmen!"
Gesagt, getan. Die Dirk wurde kurzerhand als Großfall umfunktioniert und wir bekamen damit das Segel wieder flott. Das Rennen konnte weitergehen. Natürlich haben wir durch die Havarie wertvolle Zeit und auch einige Plätze eingebüßt. Jetzt
ging es jedoch mit raumen Wind zurück und wir konnten unseren gelben Gennaker setzen. Der machte einen prima Job und schob uns wieder in die Top 10 des Feldes! Unser Mitstreiter vom Start wurde das 2. Mal überholt..




Kompliment an die Mannschaft, unsere Manöver klappten bisher schnell und reibungslos.
Leider war der Seddinsee schnell wieder zu Ende und es begann die "Tour der Leiden".
Langer See, das bedeutet in der Regel Flautenlöcher und Winddreher. Hier waren die leichten Boote im Vorteil,
die auch bei wenig Wind über das Wasser glitten. Bezeichnend für die unwirklichen Winde war die Situation an der
ersten Insel. 4 Boote, wir eingeschlossen, quälten sich mit nicht mehr als 1-2 Knoten und hart an der Windkante um die Insel herum und über uns in Luv kam einer mit Spinnaker und 4-facher Geschwindikeit an uns vorbeigeflogen. Unfassbar!
Glücklich endlich an dieser Inselecke vorbei zu kommen, bremste das Boot auf einmal ab. Grundberührung-aufgelaufen!!
Auch hier haben wir schnell reagiert, was hab ich doch für eine tolle Mannschaft. Schwert hoch, Pinne hoch und wieder frei. Doch der Wind trieb uns quer und schob uns wieder auf`s Land. Mit dem ca.2m langen Bootshaken ist es dann gelungen, den Pott wieder freizuschieben und wir konnten wieder angreifen. Naja, eigentlich hieß es jetzt nur  noch Schadensbegrenzung betreiben. Wie viele Plätze uns das gekostet hat, konnte ich nicht sehen, aber eine Vielzahl von Segeln war nun nicht mehr hinter, sondern vor uns.
Wendetonne Bammelecke sahen wir einen alten Bekannten wieder. Genau, unseren Startpartner. Wir überholten Ihn dort zum dritten Mal..
Um noch Plätze gut zu machen, wollte ich so oft wie möglich noch den Gennaker in Stellung bringen.Die Gelegenheit war da, ich orientierte mich nach Booten vor uns, die ebenfalls mit Spi unterwegs waren. Also gab ich das Spi-Manöver und wir zogen das gelbe Ding hoch. Leider kam gleich darauf ein Winddrücker direkt von vorn und das Boot wurde ordentlich zur Seite gedrückt. Wir kamen vom Kurs ab und konnten den Gennaker nicht oben lassen. Eine Halse war nötig um die Blase wieder runter zu bekommen. Hoch gepokert und verzockt! Zur Ehrenrettung meiner Mannschaft muß ich sagen, dieses misslungene Manöver ging auf meine Kappe. Damit war die Regatta für uns endgültig gelaufen.
Der Wind schlief langsam ein und die letzten Meter bis zum Ziel wurden recht zäh. Am Ende wurde es der 46. Platz von 49 gewerteten Kielbooten..
Gerne wären wir am Sonntag nochmals angetreten um uns in der Gesamtwertung noch zu verbessern. Aber da war es wie im letzten Jahr. Flaute und Rennabbruch.
Fazit:
Wie zu erwarten lief die Twister richtig gut, so lange uns der Wind treu blieb. Alle Manöver (bis auf eines) verliefen super, das Üben machte sich bereits bezahlt. Mit Platz 46 haben wir uns weit unter Wert geschlagen. Der Bruch des Großfalls,
die Grundberührung und letztendlich die ungewollte Halse kosteten uns mindestens 20-25 Plätze.
Abschließend können wir jedoch mit einem positiven Gefühl nach Hause gehen. Unser Verein, der DJC, hat die Gesamtwertung mit 20 Punkten Vorsprung gewinnen können. Unsere Rennoptisammlung wird mit dem Hauptpreis eines weiteren Bootes verstärkt. Pleiten, Pech und Pannen sind abgehakt, nächste Regatta- DJC am 09.07., oder Langstrecke.



Interne Regatta  22./23.07.2016

Geplant waren 3 Wettfahrten, mit einem Streichergebnis. Gewertet wurde nach Yardstick, Low-Point-System.
17 gemeldete Boote waren am Freitag pünktlich zum Start der ersten Wettfahrt- 18.00Uhr- am Start.
Der Wind schickte uns mit 3 bis 4 Bft. eine ordentliche Segelbrise für eine lustvolle Ausfahrt.
Start war auf Höhe unseres Vereines Richtung Gosener Tonne mit Kreuzkurs. Anschließend bergab bis zur grünen Fahrwassertonne und schließlich mit einer kurzen Kreuz wieder zurück ins Ziel. Insgesamt 7km Regattastrecke.
Die altbewährte Crew war diesmal nicht vollzählig dabei- Stefan mußte aus gesundheitlichen Gründen passen.
Dafür war wieder Stargast Michael dabei. Ausruhen in der Kajüte war diesmal nicht möglich, Er durfte ordentlich mit
anpacken!
Da die Twister nicht Ihre Stärken auf der Kreuz hat, hielten wir uns aus dem engen Getümmel an der Startlinie frei und
suchten unser Heil auf der Steuerbordseite. Das war die richtige Enscheidung! Wärend wir mit freiem Fahrwasser einen
guten Start erwischten, gab es auf der anderen Seite 1-2 Fehlstarts.
So ging es dann mit gutem Wind im Zickzack über den Seddinsee. H-Jolle, Sudar Regatta oder Z-Jolle mußten wir
naturgemäß ziehen lassen, aber gleich danach war das Feld eng beieinander.
Backbordwende an Tonne Gosen und gleich den Gennaker hochgezogen. Den mußten wir wie einen Spie fahren, was aber sehr gut funktionierte. Jetzt kam "Heleni" ordentlich ins Laufen und einige Boote wurden wieder eingeholt.
Auch der Abstand zur Spitzengruppe wurde merklich kleiner- das brachte gute Laune ins Boot und die ersten hopfenhaltigen Kaltgetränke wurden serviert!
Letzte Wende am Ende des See`s mit Schwung genommen und anständig ins Ziel gekreuzt.
Am Ende des ersten Regattatages lagen wir auf dem 7.Platz und konnten mit einem Lächeln im Gesicht den Abend
in angenehmer Geselligkeit ausklingen lassen.
Samstag, 2. und 3. Wettfahrt.
Der vielversprechende Wind am Morgen wurde pünktlich zum ersten Start um 11.00Uhr langsam schwächer. Bei
lauen 2Bft. tummelten wir uns an der Startlinie und versuchten uns, wie am Vortag, günstig zu positionieren.
Leider waren wir etwas spät dran beim Startschuss und reihten uns erst einmal im hinteren Teil des Feldes ein.
Dies sollte sich auf Kreuzkurs auch nicht ändern. Im Gegenteil, bei schwachen Winden vielen wir langsam aber stetig
zurück, bis hinter uns keiner mehr war- vorläufig Letzter!
Tja, die Twister braucht Wind, sonst kommt der 2Tonnen Pott nicht in Schwung. Letzte Chance war der Downwindkurs
mit Gennaker. Aber selbst der kam bei dem Windhauch kaum zur Entfaltung. Dennoch holten wir wieder auf und kamen
auf gleicher Höhe mit 3 anderen Konkurrenten an die letzte Wendetonne. Da wurde es nochmals eng und es gab einen
knappen Endspurt bis ins Ziel. In der Endabrechnung wurde es noch der 13. Platz.
Letzte Wettfahrt um 13.30Uhr.
Der Wind hatte sich auf knappe 3Bft. stabilisiert. Das reicht gerade so, um mit "Heleni" nochmals angreifen zu können.
Wir waren uns einig, der 13. Platz sollte unser Streichergebnis werden!
Am Start wieder etwas defensiv Platziert ins Rennen gegangen- hier gibt es noch Verbesserungspotetial. Einige haben
es zu sehr Ausgereizt und mußten mit Fehlstart nochmals um die Starttonne kringeln. Same Procedere as everytime,
die erste Wendetonne wie gehabt diesmal nicht als letzter, jedoch wieder weit hinten gerundet.
Dann wurde es jedoch nochmals spannend. Während viele Boote in lauen Windlöchern auf dem See "abparkten", konnten wir mit dem Gennaker die Flautenlöcher umfahren und ordentlich Meter gut machen. Micha übernahm den Part von Stefan und bediente den gelben Turbo. Das hat Er richtig gut hinbekommen, ich glaube da waren sogar einige Schweißperlen auf seiner Stirn zu sehen! So wurden bis zur letzten Wendetonne noch 4 Boote überholt.
Die Spitzengruppe mit FD und Co. war naturgemäß auf und davon, aber danach kamen wir ins Ziel und wurden im letzten Rennen noch 9.
In der Endabrechnung war es dann der 10. Platz- Puntgleich mit dem 9.
Spass hats gemacht, alle waren mit dem Ergebnis zufrieden. Verdurstet ist unterwegs auch keiner und bei der Siegerehrung
im Rahmen unseres Hafenfestes gab es für alle Beteiligten DJC Kaffeetassen als Trostpreis.
Für Winde unter 3Bft. muß ich unbedingt noch meine Segelgarderobe anpassen. Das wird jedoch sicher erst etwas für
2017..Nächste Regatta wird die Langstrecke. Rasmus schick uns ordentlich Wind!!

Freitagsregatta 12.08.2016

Eigendlich wollte mich hier hauptsächlich nur über die offiziellen Regatten auslassen, aber da diese Ausfahrt nicht alltäglich
war, werde ich Sie auch kurz erwähnen.
10 vereinsinterne Boote waren am Start, der Wind wehte mit ca. 3Bft. und die Strecke war wie üblich auf dem Seddinsee
abgesteckt. Die alte Crew war wieder vollzählig am Start und mit Lust und guter Laune motiviert bei der Sache.
Pünktlich überquerten wir beim Startsignalignal die Linie und mit einer kurzen Kreuz ging es zur ersten Wendetonne.
In dichter Reihenfolge, an 6. Stelle liegend, umrundeten wir das Ding und bereiteten den Gennaker vor. Bis auf kleine
Hakeleien an der Rollfock war soweit alles prima.
Wieder einmal konnten wir uns beim Downwindkurs vorarbeiten und gleichzeitig einen respektablen Abstand zum Verfolgerfeld rausfahren. Bis zur nächsten Wendetonne frischte der Wind weiter auf und bei nunmehr 4Bft. ging es
jetzt zurück auf Kreuzkurs. Es wurde ein packendes Match um den 4. Platz, bis das Ziel nur noch etwa 500m vor uns lag..
Voll im Racemodus, alle auf der Kante sitzend knallte plötzlich das Ruder aus der Halterung! Sofort war der Rudedrdruck raus und das Boot nicht mehr zu halten. Die Querstrebe brach komplett durch und der Bolzen zur Führung des Ruderblattes rutschte aus der Führung. Keine Chance hier noch schnell was zu flicken. Also Segel runter und mit Außenborder wieder demütig an den Steg getuckert. So langsam reicht es mit Havarien für eine Saison! Ein Hoch auf die polnische Wertarbeit, aber ich habs mir ja so ausgesucht...
                                                 
Falls ich das in 14 Tagen repariert bekomme, so gibt es noch eine Regatta dieses Jahr- Langstrecke.
Mal sehen was als Nächstes kommt!

Sonderwettfahrt 20.05.2017

Dem beginnenden Tag ging eine unruhige Nacht voraus. Erstes Kräftemessen auf dem Wasser mit unserem "Schlachtschiff Heleni" stand bevor. Kein Training, keine Probefahrt mit Gennaker und auch sonst eher eine Vorbereitung wie zum Sonntags-Bummelausflug. Da sollte man lieber keine Wunder erwarten.
Da unsere Knochen etwas eingerostet vom quälend langem Frostwetter und noch ungeübt beim Turnen übers Deck waren, haben wir beschlossen, diesmal ohne Spi zu starten. Der gelbe Turbo blieb also in seinem Sack.
Jedoch wollten wir nicht nur als Kanonenfutter antreten- die Motivation für einen packenden Fight mit Wind, Welle und Mitstreitern war ungetrübt!
Schließlich hatten wir noch ein kleines Überraschungsei- die neue Fock! Mal sehen was die so bewirkt?
Schon beim Auslaufen bemerkten wir freudestrahlend, das der Wettergott zum Segelfan  mutiert ist: Feinstes
Segelwetter bei 4-5Bft. und angenehmen 22Grad!
Pünktlich tummelten wir uns mit 13 weiteren Mitstreitern vor der Startlinie rum und warteten auf das ersehnte Startsignal. Als das Horn zur Hatz erklang, waren wir leider noch nicht optimal in Position und starteten- wieder einmal- aus der hinteren Reihe des Feldes. Naja, aus der Zweiten sieht man besser..oder wie ging der Spruch?
Die gute Nachricht: die neue Fock stand excellent und machte einen prima Job. Die weniger gute Nachricht:
aus der Kalten waren unsere Manöver noch recht holprig und um einen guten Speed zu halten, mußten wir mit weniger Höhe laufen, als die Meisten der anderen Boote.
So hangelte sich das Feld zur ersten Wendetonne und machte sich anschließend auf mit achterlichen Winden wieder "bergab" zu segeln. Ohne Gennaker räumte ich uns keine guten Chancen ein, hier noch was zu reißen.
Da hatte ich mich Gott sei Dank gewaltig geirrt! Der Wind blies kräftig und die zusätzlichen 1,5qm der neuen Fock sorgten dafür, dass wir langsam aufholten.Da kam Freude auf und Rasmus bekam zum Dank den ersten Schluck edelsten Port in seine immer durstige Kehle gespühlt.
Somit war Er uns für den Rest des Tages wohlgesonnen und wir wurden am Ende der ersten Wettfahrt Achter.
Der Start zur zweiten Wettfahrt klappte besser. Mit dem ersten Bier im Bauch, nun auch ausgeschlafen, erwischten wir einen guten Start  und waren mitten im Pulk der gegnerischen Boote. Hat leider nicht viel gebracht, da wir in Lee segelnd gleich mal 1-2 Boote passieren lassen mußten. Danach lief es besser. Stefans und auch mein Kampfgeist war geweckt. Taktisch segelnd, mit Kampflinie und sportlich fairen Wendemanövern, konnten wir uns eine gute Position erkämpfen. Cordi war das manchmal zu aggressiv. Der sportlich raue- nicht immer ganz ernst gemeinte Umgangston zwischen uns Männern war Ihr manchmal etwas suspekt. Aber da gab es zur Beruhigung einen Schluck Portwein und dann ging es wieder.
7. Platz im zweiten Rennen war die Belohnung. In der Gesamtwertung reichte es für den achten Platz- Punktgleich mit dem 7.
Für die erste gemeinsame Ausfahrt und ohne Gennaker ganz ordentlich. Vor der nächsten Regatta üben wir aber  noch ein bisschen...

Interne Regatta 21.-22.07.2017

2.Teilnahme an der internen Regatta des DJC mit der grauen Eminenz "Heleni". Während Stefan wieder dabei
war, zog es Cordi diesmal vor, mit eigenem Boot (und eigenem Mann ) an den Start zu gehen.
War am Freitag noch Flaute, kam am darauf folgendem Tage eine schöne Segelbrise von 3-4 Bft. aus Ost über
den Seddinsee geweht. 19 Crews tummelten sich mit Ihren Booten am Start und freuten sich auf einen schönen
Regattaspaß. Pünktlich an der Startlinie, gerade das Groß hochziehend, gab es plötzlich einen unschönen Ruck-
Die Umlenkrolle des Großfalls ist aus Ihrer Halterung gerissen! Verdammt, schon wieder eine Havarie.
Gott sei Dank war es weniger schlimm als befürchtet, mit Geduld und Spucke- und einem geduldigem Vorschoter Namens Jörg- konnte die Rolle wieder an Ihrer Halterung fixiert werden. Jedoch verpassten wir den Start und gingen ca. 1min verspätet als letztes Boot in das Rennen.
Mit gutem Wind und freier Fahrt konnten wir glücklicherweise unseren Rückstand schnell wieder gutmachen
und gaben schon vor der ersten Wendetonne die "Rote Laterne" wieder ab. Mit raumen Wind und gelben Turbo
ging es weiter nach vorn- das Boot lief wirklich fantastisch! Lohn der guten Seemannschaft war ein Platz im vorderen Mittelfeld. Gastsegler Jörg machte seinen Job am Gennaker super- zum Lohn gabs den ersten Schluck
Port. Im 2. Rennen des Tages waren wir taktisch sehr gut an der Startlinie positioniert und konnten diesmal pünktlich ins Rennen gehen- na endlich mal! Der Wind frischte noch etwas auf und das Rennen nahm einen ähnlichen Verlauf wie zuvor. Wieder im Mittelfeld gelandet und konstant Punkte gesammelt.
Am Ende des Tages wurde es der 8. Platz- kleine Verbesserung zum Vorjahr!



Das anschließende Hafenfest wurde allerdings zu Wasserfestspielen. Ein ordentlicher Regenschauer ergoss sich
über das Vereinsgelände. Unsere gute Laune und der Freude über eine gelungene Regatta konnte dies jedoch
nicht verderben. Weiter so..ick freu ma.




Hier wird der Kleinkreuzer Heleni und seine Geschichte vorgestellt. Bei Heleni handelt es sich um eine Twister800, bzw. Raptor 26. Beides sind identische Boote, deren Hersteller im Laufe der Zeit nur die Bezeichnung änderten. Der Bootsname bezieht sich auf meine beiden Töchter, Helena und Leni. Viel Spass beim Lesen
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